Berichte



Fantastisches Kartenmaterial...


Jörg Eicken breitet seine Schätze aus.
Am 28.11.2012 hatte die Bezirksgruppe Diemelstadt im WGV zu einem besonderen Vortrag eingeladen. Der langjährige Kunsterzieher an der ALS Korbach kam mit umfangreichen Exponaten zu den Geschichtsfreunden.
Alle Tische im KRUG-Saal waren ausgelegt mit seinen alten Waldeck-Karten, Gemälden und Postkarten. In faszinierender Weise führte Herr Eicken erst in diverse Darstellungen von Rhoden ein, also das bekannte Aquarell von Yark, Handskizzen vom Schloßportal, bis zu einer Federzeichnung von Willgeroth aus 1939.

Überleitend zu den bedeutendsten Karten der alten Grafschaft konnte Eicken nachweisen, wie lange und hartnäckig sich abgekupferte Fehler hielten. Das Kürzel "N.W." fälschlich für "Neu-Waldeck" gedeutet, statt "Nieder-Waroldern" ist hier am Auffälligsten. Beeindruckend auch die Präzision auf den Holzschnitten des J.Moers von 1575, oder die Erkennungsmerkmale in den Miniatur-Darstellungen der wichtigsten Orte mit Stadtmauer, Türmen, Toren und den markanten Kirchtürmen.

Der Gast konnte vergleichen zwischen den fotografierten Originalen mit Fehlstellen und den elektronisch nachbearbeiteten Versionen. Bestechend auch die Klarheit von Ausdrucken auf dem home-PC. An vielen Karten entwickelten sich spontane Diskussionen, weil man nun die Detaills der alten Kartografen erkannte: Galgen, Brücken, Wege, Schneidesteine, Waldungen. Die masstäbliche Qualität wurde um den 7-jährigen Krieg herum durch militärische Landvermesser gesteigert.


In der napoleonischen Zeit versucht man auch durch Schummerung die Höhen besser darzustellen. Ein Beispiel ist die ausgelegte Karte von Broglie. Nun erscheinen auch umfangreiche Wegenetze, die den heutigen Trassen weitgehendst entsprechen, etwa die Le Coque-Karte. Daran schließen sich Karten vom Landvermesser Thalbitzer an, der auch die Rhoder Feldfluren urvermessen hat. Ein frühes Beispiel von Topografischer Karte ist die Arbeit von Leutnant Mansard aus 1836.

Ab hier sind die Entfernungen und die Relationen mit heutiger Karten-Präzision vergleichbar. Auf diesem detaillreichen Stahlstich wird z.B. unsere heutige Ükenbicke als Eisenbach benannt, oder er schreibt Kasshöhl für Gashol. Auch die Quastziegelei ist vermerkt. Diese Darstellungsweise wird dann durch die uns auch heute geläufige Topografische Karte mit Höhenlinien abgelöst. Für die 20 Zuhörer gingen 2 spannende Stunden mit Herrn Eickens spannenden Informationen wie im Fluge vorüber.

Einhellige Meinung: "Das hat sich gelohnt !"






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